KRONE Tirol berichtet über die Herausforderungen langer Arbeitslosigkeit

26, Februar, 2026

Junge beim Lesen

KRONE Tirol berichtet über die Herausforderungen langer Arbeitslosigkeit

Ja! „In einer Gesellschaft, in der sich Menschen stark über ihren Job definieren und definiert werden, ist Langzeitarbeitslosigkeit eine große Belastung. Die aktuellen Zahlen zur Entwicklung sind alarmierend.“

Wir zitieren aus dem umfangreichen Bericht der KRONE Tirol vom 22. Februar, S.14/15:

„Die Zahl der Langzeitbeschäftigungslosen, die mehr als ein Jahr ohne regulären Job sind, stieg österreichweit um rund 14 Prozent auf über 100.000 Menschen, in Tirol auf 2250 Personen (+16%).

Tirol steht zwar besser da als andere Bundesländer, doch das ist angesichts der Zahlen nur ein schwacher Trost.

Schlechte Berufsausbildung, gesundheitliche Probleme, höheres Alter – das sind die Hauptrisiken für lange Arbeitslosigkeit.

Doch das ist es nicht alleine. „Zusätzlich wirken mehrere Faktoren verstärkend: die schrittweise Anhebung des Frauenpensionsantrittsalters, der Strukturwandel in der Wirtschaft mit veränderten Qualifikationsanforderungen sowie individuelle Vermittlungshemmnisse wie eingeschränkte Mobilität“, zählt Sabine Platzer-Werlberger, Geschäftsführerin des AMS Tirol, weitere Gründe für den Anstieg auf. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten würden Unternehmer bei Neueinstellungen zurückhaltend agieren, ergänzt die AMS-Chefin.“

Sozialökonomische Betriebe helfen jenen, die am regulären Arbeitsmarkt schwer Fuß fassen. „In Tirol gehören die „Recyclingunternehmen“ WAMS und Ho&Ruck zu den bekanntesten. Laut Gewerkschaft bieten Sozialunternehmen in Tirol rund 700 Arbeitsplätze. Der Bedarf steigt, da die Zahl der Langzeitarbeitslosen stark steigt.

Die sozialökonomischen Betriebe sehen sich selbst aber zunehmend unter Druck.

„Steigende Lohn-, Energie- und Sachkosten treffen auf ein Budget, das seit 2025 nominell gleichgeblieben ist – real bedeutet das weniger Geld und dadurch wachsender Druck auf die Betriebe“, beschreibt Melanie Spangler vom Dachverband der sozialökonomischen Betriebe Tirols, kurz arbeit plus.“

Es hilft sozialökonomischen Unternehmen SEHR, wenn über die Herausforderungen berichtet wird, die von uns, unseren (Förder)Partner:innen – und vor allem gesellschaftlich zu bewältigen sind.

Danke, KRONE Tirol, für die Berichterstattung!

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